03. Dezember 2017 11-14 Uhr - Matinee: Das rote Sofa

Kapp-Putsch 1920: Die Rote Ruhrarmee im Ruhrkrieg 1920

Bild: Ingrid Wiechert

Kapp-Putsch 1920: Die Rote Ruhrarmee im Ruhrkrieg 1920

Auf unserem roten Sofa sitzt diesmal unser Referent: Michael Dubielczyk

 "Bei Duisburg sind viele gefallen, bei Duisburg gingen viele verlor'n"

  (Anfangszeilen aus einem  Lied von 1920, Verfasser unbekannt)

 

Wir erinnern an einen fast vergessenen Kampf gegen die Errichtung  einer faschistischen Militär-diktatur in Deutschland. Arbeiter waren zur Verteidigung der jungen Republik im März 1920 in den Generalstreik getreten und wurden  im April von denen verfolgt, gejagt und getötet, gegen die sich ihr erfolgreicher Generalstreik gerichtet hatte. Die Verlierer im Ruhrkrieg waren die kämpfenden Arbeiter und ihre Familien im Ruhrgebiet ! Es ist ihr unbestreitbarer Verdienst, das 1920 durch ihren Kampf die Errichtung einer Militärdiktatur in Deutschland verhindert wurde.  

Am 13. März wollten militante rechte Kreise mit dem sogenannten Kapp-Lüttwitz-Putsch den ersten Versuch einer deutschen parlamentarischen Demokratie beenden. Der Generalstreik, der mit ungeheurer Wucht gegen den Militärputsch einsetzte, war der einzige politische Generalstreik in der Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung, der diesen Namen auch verdient. Er ist zu einem Markstein in der demokratischen Tradition unseres Landes.

Die "Rote Ruhrarmee" war die Antwort auf den Kapp-Putsch. Sie bestand aus bewaffneten Arbeitern, welche die sozialen und demokratischen Errungenschaften nach dem 1. Weltkrieg gegen das putschende Militär verteidigen wollten. Besonders im Ruhrgebiet und auch in Duisburg kam es zu schweren Kämpfen gegen die Freikorpsverbände, der Sicherheitspolizei  und der Reichswehr.

Wir wollen die politischen Hintergründe des Putsches beleuchten und welche verheerenden Folgen die verräterische Haltung der SPD-Führung  auch für Duisburg hatte.

 

"Der alte Muhs (aus Duisburg)

Es liegt ein Städtchen schmuck und klein verschwiegen still am Niederrhein.                                                                                                                             Dort starb im Kampf für Recht und Brot-  ein alter Arbeitsmann den Freiheitstod"  

(trad. Arbeiterlied von 1920, Text Johannes Leschinsk)

 

 

Matinee

am: 03.12.17

Zeit: 11.00 – 14.00 Uhr

Ort: Kreisverband DIE LINKE, Geschäftsstelle,

Gravelottestr. 28, Duisburg-Hochfeld