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Ortsverband Die Linke.Hamborn

Sprecher*innen


Carmen Hornung-Jahn,
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André Plitt,
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Jennifer Hennessy
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Pressemitteilung 17.06.2016: Auf den Spuren des Widerstands durch Hamborn

Auf Einladung der Linksfraktion Duisburg fand eine Stadtteilführung durch Hamborn mit interessierten Duisburger Bürgerinnen und Bürgern statt.

Herbert Fürmann, Fraktionsvorsitzender der Linken in der Bezirksvertretung, und die Hamborner Ratsfrau Carmen Hornung-Jahn organisierten die Veranstaltung. Geleitet wurde die Stadtteilführung von dem Lokalhistoriker Jörg Weißmann vom Heimatverein Hamborn e.V.. Vom Treffpunkt vor dem Hamborner Bahnhof ging es zunächst zur Germania Brotfabrik. Weißmann erzählte von den Anfängen des Widerstandskreises ehemaliger Sozialdemokraten.

Das Zusammenwirken von Hermann Runge, Sebastian Dani und Johanna Niederhellmann zum Ausbau des Brotfahrernetzes wurde deutlich. Weißmann erinnerte an den vor 80 Jahren begonnen Brotfahrerprozess mit 167 Angeklagten. Im Anschluss ging es auf den Spuren der Hamborner KPD – Reichstagsabgeordneten Mathias Thesen und Julius Adler und Ernst Thälmann, dem Vorsitzenden der Kommunistischen Partei, zur Norbertuskirche im Dichterviertel. Wie immer zeigte Weißmann viele historische Abbildungen aus seiner privaten Sammlung. Der Einfluss der Hamborner KPD im Dichterviertel, mit dem Roten Frontkämpferbund, der Sympathie zur Revolution in Russland wurden erläutert. Weißmann erzählte aus der Biographie des Hamborner KPD – Volksvertreters Kurt Spindler und seiner Familie. Verfolgung, Inhaftierung und soziale Not der Familie wurden exemplarisch verdeutlicht.

Solidarität und moralische sowie finanzielle Unterstützung inhaftierter Kommunisten durch die sog. Rote Hilfe Deutschland begleiteten den Abschluss der Führung zum Rathaus Hamborn.






Koffersammelaktion des Ortsverbandes Hamborn:

Weiter sammeln!!

Wir freuen uns sehr über die erfolgreiche Spielzeugsammelaktion am Anfang des Jahres. Und so wollen wir uns selbstverständlich weiterhin um die Bedürfnisse unserer Flüchtlingsfreunde bemühen und rufen auf, uns eure nicht mehr benötigten, jedoch noch zu gebrauchenden Koffer zu spenden, um unseren Mitmenschen den Weg vom Ankömmling in der Landesunterkunft über den Aufenthalt als Flüchtling in den Flüchtlingsunterkünften hin zu gleichgestellten Mitbürgern zu ermöglichen.

Der Spendenabgabeort ist, wie bei der Spielzeugsammelaktion nach Tel. Rücksprache bei einem der Sprecher (Kontaktdaten siehe rechts). Des Weiteren habt ihr die Möglichkeit die Koffer am 01.12.2015 um 18:00 (Hamborner Ratskeller) direkt zur Ortsverbandsversammlung mitzubringen und unverbindlich an der Versammlung teilzunehmen. Auch eine Abgabe in der Geschäftsstelle auf der Gravelottestraße (zu den Geschäftszeiten) ist möglich .

André Plitt


Flüchtlinge in Duisburg

in 2014 hat NRW 42.842 Flüchtlinge aufgenommen durch die andauernden Kriege aber auch die noch immer zerstörten Regionen nach dem Jugoslawien Krieg z.B. sind immer mehr Menschen gezwungen vor Verfolgung, Hunger und Not zu flüchten.

Jeder von uns würde versuchen für sich und seine Familie ein Heim zu finden in dem man nicht nass wird, in dem man was zu essen hat und keine Angst haben muss gleich getötet zu werden.

Hier einige Flüchtlingszahlen: 2011-376, 2012-574, 2013-878, 2014-1050, 2015-bis jetzt 2.800 aber es werden noch 1.000-1.500 erwartet. Gemessen an der Einwohnerzahl von Duisburg 486.800 ist das nicht viel, besonders wenn man weiss, dass in den 70er noch 650.000 Menschen in Duisburg lebten. Unser Problem ist, das fast alle Übergangsheime (in 2001 waren es 36 Unterkünfte) wegen der damals rückläufigen Zahlen abgerissen wurden. In 2011 waren nur noch 5 Heime übrig. Um Hilfe und Helfern bessere Koordination zu ermöglichen hat DIE LINKE einen Sachstandbericht eingefordert. Dies wurde aber abgelehnt, mit der Begründung die Informationen die man bekommt sind Sachstand genug. Eine weitere unserer Forderungen ist das erstellen eines Unterbringungskonzepts. Wir fordern unter anderem die Unterbringung in Wohnungen und nicht in Zelten, Containern, Schulen, Turnhallen u.s.w. Diese Art der Unterbringung bietet keine Privatsphäre und macht Integration schwer, die Menschen werden depressiv, aggressiv und verlieren auch noch das letzte bisschen Hoffnung auf echte, ehrliche Hilfe. Eine Unterbringung in Wohnungen erhöht die Kosten nicht und ist möglich, da wir in Duisburg einen sehr hohen Wohnungsleerstand haben. Wohnungen, die verrotten weil sie nicht genutzt werden. Ganz wichtig für ein Unterbringungskonzept ist auch die Einhaltung und Festsetzung von Mindeststandards wie 9 qm/pro Person, Sozial-und Schulungsräume.In Zelten werden 8 Personen in 18 qm gesperrt.

Wenn wir wirklich helfen wollen, müssen die Gründe für die Flucht beseitigt werden. Damit die Menschen wieder in ihre Heimat zurück gehen können wenn sie möchten. Einer Heimat die sich im Kriegszustand befindet oder durch frühere Kriege immer noch zerstört ist.

Carmen Hornung-Jahn