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DIE LINKE Kreisverband Duisburg    

Gravelottestr. 28, 47053 Duisburg

Tel.: 02 03 / 98 52 41 99
Fax: 02 03 / 930 86 94

E-Mail: kreisverband(at)dielinke-du.de

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DIE LINKE Kreisverband Duisburg:

Neu: Ab 29.1.2014, jeden Mittwoch von 10-13 Uhr, Parteibüro DIE LINKE.

Gravelottestr. 28, 47053 Duisburg

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Bitte bringen Sie die kompletten Unterlagen mit

Sozialberatung E.h.E. e.V.:
(Erwerbslose helfen Erwerbslosen e.V.)

Jeden Donnerstag von 14 - 17 Uhr, Flurstr. 31, 47057 Duisburg
Bei Solidarität International (S.I.) klingeln
Bitte bringen Sie Ihre kompletten Unterlagen mit.

 
26. Januar 2017

26.01.17, Pressemitteilung: Bündnis für ein soziokulturelles Zentrum in der Alten Feuerwache in Hochfeld

Alte Feuerwache; Quelle: Stadt Duisburg

„Jetzt erst Recht:

Hochfeld braucht ein Soziokulturelles Zentrum!“

 

2,1 Millionen Euro Fördermittel des Landes und der EU soll Duisburg zurückzahlen – weil es kein Soziokulturelles Zentrum in der Alten Feuerwache in Duisburg-Hochfeld aufbaute. In Zeiten von klammen Kassen und kulturellen Kürzungen stellt sich ein breites Bündnis aus Anwohnenden, Initiativen und Kunstschaffenden gegen Versäumnisse und Intransparenz der Stadt und lädt Interessierte zum Mitgestalten ein. Das Bündnis fordert weiterhin: „Endlich einen offenen und partizipativen Prozess für ein unabhängiges Soziokulturelles Zentrum in der Feuerwache“.

„Wenn wir in andere Städte des Ruhrgebiets wie etwa Oberhausen schauen, dann sehen wir, dass offene kulturelle Begegnungsorte von den Kommunen gefördert werden. Nur Duisburg legt sozialen und kulturellen Initiativen seit Jahren Steine in den Weg“, sagt Jonas Weber vom Verein Mustermensch e.V. Im September 2016 war eine von der Entwicklungsgesellschaft Duisburg (EG DU) initiierte Kooperation über die Nutzung der Feuerwache mit Aktiven des Stadtteils angelaufen, um die Rückzahlung der Fördermittel noch zu verhindern. Ein offener Beteiligungsprozess mit Ideenwerkstatt und gemeinsamer Konzeptentwicklung war das Ziel. Es gab auch eine Besichtigung in der Alten Feuerwache. Nach Bekanntgabe der Rückzahlungsverpflichtung Anfang Januar 2017 wurden die Gespräche aber auf Eis gelegt.

Beteiligung statt Intransparenz

Rund 30 Aktive haben nun auf einem selbstorganisierten Treffen am 22. Januar im Stadtteilladen „Syntopia“ beschlossen: „Jetzt erst Recht!“ Sie fordern, dass die Alte Feuerwache in kommunaler Hand bleiben soll. Denn Hochfeld brauche angesichts der Integrations-Herausforderungen und des kreativen Stillstands mehr denn je ein Soziokulturelles Zentrum. Zudem hatte der Rat erst kürzlich den Kulturentwicklungsplan verabschiedet. Dort heißt es in den Handlungsempfehlungen: „Um in Duisburg wieder soziokulturelle und autonome Zentren zu ermöglichen, sind Initiativen hierzu finanziell und strukturell – z.B. durch die Bereitstellung leerstehender Immobilien – zu unterstützen.“
Genau jetzt bietet die Alte Feuerwache die konkrete Möglichkeit für die Stadt, ihren Umsetzungswillen zu beweisen.

 „Warum hat die Kommune sich nicht bemüht, die Millionen-Rückzahlung zu verhindern  und die Menschen einzubeziehen?“ fragt die freischaffende Duisburger Künstlerin Katharina Hofmeister auf dem Treffen, an dem unter anderen auch Interessierte vom Medienbunker Marxloh, Kultursprung e.V. , Freies Forum Duisburg, Klüngelklub Hochfeld,  sowie Vertreterinnen der Parteien Die Grünen und Die Linke teilnahmen.

Die Aktiven wollen den Prozess jetzt selbst in die Hand nehmen und zeitnah die ursprünglich geplante Ideenwerkstatt für eine Zukunft der Feuerwache umsetzen.
Alle Interessierten, die sich ebenfalls für einen geförderten öffentlichen Raum für Kultur, Veranstaltungen und Zusammenarbeit einsetzen wollen, lädt der Initiativkreis zum nächsten offenen Treffen am 5. Februar um 14 Uhr (Raum 22) ins Internationale Zentrum (IZ), am Flachsmarkt 15 in Duisburg ein.

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Der Hintergrund:
Im Jahr 2004 bekam die Stadt für ein Soziokulturelles Zentrum unter dem Namen „Alte Feuerwache e.V.“ 2,9 Millionen Euro Fördermittel – 50 Prozent von der EU, 40 Prozent vom Land NRW und zehn Prozent kamen aus der kommunalen Kasse dazu. Ein Verein, der die nunmehr renovierte Feuerwache bewirtschaftete, ging – vor allem wegen fehlender Anschlussförderung der Stadt – in die Brüche. Danach wurde das Haus von einer GmbH betrieben. Ein Verstoß gegen die Fördermittelrichtlinien. Duisburg soll nach gescheiterter Klage 2,1 Millionen an die Bezirksregierung Düsseldorf zurückzahlen.



Für Rückfragen aus der Redaktion:
Ansprechpartner Christian Wagemann – christian@wagemann-juelich.de


Pressemitteilung des Bündnisses als PDF