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Kontakt:

DIE LINKE Kreisverband Duisburg    

Gravelottestr. 28, 47053 Duisburg

Tel.: 02 03 / 98 52 41 99
Fax: 02 03 / 930 86 94

E-Mail: kreisverband(at)dielinke-du.de

Sprechzeiten:

Montags    13:00 - 17:00 Uhr
Mittwochs  14:00 - 17:00 Uhr
oder nach Vereinbarung


Sozialberatung für Erwerbslose und Arbeitnehmer/Hilfe für Hartz IV-Betroffene :

DIE LINKE Kreisverband Duisburg:

Neu: Ab 29.1.2014, jeden Mittwoch von 10-13 Uhr, Parteibüro DIE LINKE.

Gravelottestr. 28, 47053 Duisburg

Hotline: 0177/26 86 512

Bitte bringen Sie die kompletten Unterlagen mit

Sozialberatung E.h.E. e.V.:
(Erwerbslose helfen Erwerbslosen e.V.)

Jeden Donnerstag von 14 - 17 Uhr, Flurstr. 31, 47057 Duisburg
Bei Solidarität International (S.I.) klingeln
Bitte bringen Sie Ihre kompletten Unterlagen mit.

 
24. Dezember 2017

23.12. Pressemitteilung: Offener Brief an die Polizeipräsidentin

Sehr geehrte Frau Dr. Bartels,

 

Im Sommer dieses Jahres wurde eine Abschiebung aufgrund der heftigen Proteste von Mitschülerinnen und Mitschüler eines jungen Mannes, der nach Afghanistan abgeschoben werden sollte, bekannt. Diese Abschiebung wurde verschoben, da am 31. Mai diesen Jahres ein großer Anschlag die Afghanische Hauptstadt Kabul erschütterte. Es war auch die deutsche Botschaft betroffen. Dies zeigt, dass nicht einmal deutsche DiplomatInnen in Afghanistan sicher sind.

In der Afghanischen Stadt Herat wurde wenige Wochen zuvor ein junger Mann ermordet, der zwischenzeitlich als Geflüchteter in Deutschland war und abgeschoben wurde. Seine ganze Familie lebt in Afghanistan in ständiger Todesangst, da sich ein Mitglied der Familie, ein ehemaliger General, gegen die Taliban wendete.

Und erst im Oktober starben 50 Menschen bei einem Anschlag in Kabul.
Dennoch gilt Afghanistan nach Einschätzung der Regierung und im Asylrecht für Geflüchtete als sicheres Land. Auf der anderen Seite ist die Bundeswehr ist weiterhin in Afghanistan stationiert, weil die politischen Entscheidungsträger Afghanistan doch nicht als sicher erachten.
Dies zeigt, dass die deutsche Asylgesetzgebung nicht mehr wirklich Asylrecht genannt werden kann. Dennoch sind in Kürze weitere Abschiebungen nach Afghanistan geplant. Und wie wir erfahren haben, sind auch schon Menschen aus Duisburg abgeholt worden.

Wie auch hier beginnt nun der Winter in Afghanistan, mit durchschnittliche Temperaturen von minus 7°C in der Nacht deutlich kälter als hier. Und dorthin werden Menschen ohne sicheres Obdach geschickt. Nicht nur in der Zeit um Weihnachten, dem Fest der Familie und der Nächstenliebe, ein wahrlich unchristlicher Akt.
Besser als wir wissen Sie, dass die Polizei Duisburg tausende Überstunden vor sich her schiebt. Die Beamt*innen müssen dennoch an diesen menschenverachtenden Praktiken der Abschiebung teilnehmen. Neben der zeitlichen Belastung muss es auch eine seelische Belastung sein, insbesondere für Beamt*innen, die ebenfalls Familie haben, aber Familien in solch verzweifelte Situationen bringen müssen.

Vor diesem Hintergrund bitten wir Sie inständig keinerlei Polizeikräfte des Duisburger Polizeipräsidiums für Abschiebungen nach Afghanistan bereit zu stellen. Wir würden uns viel mehr freuen, wenn die Duisburger Polizistinnen und Polizisten durch Überstundenabbau in Ruhe Weihnachten feiern könnten und dadurch gleichzeitig vielen Menschen ermöglichen würden wenigstens in Sicherheit die Feiertage verbringen zu können.


Mit freundlichen Grüßen


Ratsherr Binali Demir, Polizeibeirat
Lukas M. Hirtz, stlv. Polizeibeirat, Sprecher DIE LINKE. Duisburg



Offener Brief als PDF...