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Kontakt:

DIE LINKE Kreisverband Duisburg    

Gravelottestr. 28, 47053 Duisburg

Tel.: 02 03 / 98 52 41 99
Fax: 02 03 / 930 86 94

E-Mail: kreisverband(at)dielinke-du.de

Sprechzeiten:

Montags    13:00 - 17:00 Uhr
Mittwochs  14:00 - 17:00 Uhr
oder nach Vereinbarung


Sozialberatung für Erwerbslose und Arbeitnehmer/Hilfe für Hartz IV-Betroffene :

DIE LINKE Kreisverband Duisburg:

Neu: Ab 29.1.2014, jeden Mittwoch von 10-13 Uhr, Parteibüro DIE LINKE.

Gravelottestr. 28, 47053 Duisburg

Hotline: 0177/26 86 512

Bitte bringen Sie die kompletten Unterlagen mit

Sozialberatung E.h.E. e.V.:
(Erwerbslose helfen Erwerbslosen e.V.)

Jeden Donnerstag von 14 - 17 Uhr, Flurstr. 31, 47057 Duisburg
Bei Solidarität International (S.I.) klingeln
Bitte bringen Sie Ihre kompletten Unterlagen mit.

 
15. April 2016

12.05.2016 Einladung: Gründung der AG Queer Linke-Duisburg

Liebe Genossinnen und Genossen, liebe Interessierte,

 

hiermit laden wir euch zur Gründungsveranstaltung der AG Queer in Duisburg am 12.05. um 18.30 Uhr in der Geschäftsstelle der Duisburger Linken, Gravelottestraße 28, 47053 Duisburg herzlich ein.

 

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Tagesordnung:

1.    Begrüßung

2.    Vorstellungsrunde

3.    Queerpolitische Themen und Forderungen  der Linken (Bericht
        LAG)

4.    Vorstellung der AG (Intention, Arbeitsweise, Aufgaben,
        Möglichkeiten, Kooperationen in der queeren Community)

5.    Wahlen: SprecherInnenrat (Sprecherin und Sprecher)

6.    Termine: Internationaler Tag gegen Homophobie, LAG Queer,  
        CSD-Termine NRW, Stand CSD Duisburg, Queer-Life Duisburg,
        Weltaidstag usw.

7.    Terminfindung für die nächsten Treffen

8.    Gemütlicher Ausklang mit Getränken und kleinen Snacks


Mit bunten, solidarischen Grüßen

Gerwin Ruske
(Mitglied  des KV Duisburgs und der LAG Queer)


Tagesordnung als PDF
Artikel zur Gründung als PDF


Artikel zur Gründung:

Gründung AG Queer am 12. Mai 2016
- Links und schwul, lesbisch, transsexuell oder bi?


Mache die Partei und die Gesellschaft bunter! Lasst uns als Linke das queer-politische Feld nicht Grünen und SPD überlassen!


- Wir fordern konsequent Freiheit, Schutz vor Gewalt, 
   Gleichberechtigung, die Achtung der Menschenwürde und
   Selbstbestimmung für alle Menschen.
- Wir unterscheiden uns daher deutlich und diametral von der
   widersprüchlichen, kategorisierenden, bürgerlichen, neoliberalen Politik
   von SPD und Grünen. Vor allem eine vielfältige Stadt wie Duisburg
   braucht eine Politik der Vielfalt und keine PolitikerINNEN alá Sören Link,
   die Menschen in ihrem Nutzen kategorisieren. Stichwort: Osteuropäer.
- Der grüne baden-württembergische Ministerpräsident Winfried
  Kretschmann, der nicht zu vergessen als grünes Zünglein an der Waage,
  eine beachtliche Mitverantwortung für die weitere Erklärung von
  sicheren Herkunftsstaaten trägt, wurde euphorisch für seine Wiederwahl
  gefeiert. Sinti und Roma, Queere Personen und weitere gesellschaftlich
  unterdrückte Menschen aus den jeweiligen Staaten, werden sich dem
  grünen Jubel kaum angeschlossen haben.
- Er wurde wiedergewählt, auf Kosten von Menschen, die in den für
  sicher deklarierten Herkunftsstaaten der Gefahr von körperlicher,
  verbaler und struktureller Gewalt aus gesetzt sind. Wenn queere
  Menschen sich zur ihrer Lebensform bekennen und diese ausleben, wird
  es gefährlich.
- Der grüne und sozialdemokratische Schrei nach Gleichberechtigung
  verstummt an den Grenzen der Balkan- und anderen für sicher erklärten
  Herkunftsstaaten.


Die AfD ist keine Alternative

Schon gar nicht für Homosexuelle! Homophobie bauen wir nicht mit Islamophobie ab! Wer sich aus diesen Gründen dort verortet, begibt sich auf einen queer-politischen Irrweg. Das hat uns die NS-Zeit bereits gelehrt.
Im Moment tobt in der Gesellschaft das Schreckgespenst Islam um sich.
Wir sollten den Kontakt suchen und damit die Beziehungsarbeit mit Menschen muslimischen Glaubens als emanzipatorische Chance nutzen statt Mauern und Zäune zu errichten. Wir brauchen Dialoge, Vorbilder und Brücken zu muslimischen Verbänden. Hier gilt es des Weiteren ebenfalls Partei u.a. für homosexuelle Flüchtlinge zu ergreifen und sie vor Gewalt in jeglicher Form zu schützen.

Wir fordern eine Schule und Pädagogik der Vielfalt!

Personen und Gruppen wie Birgit Kelle, Martin Lohmann, Björn Höcke oder Beatrix von Storch oder „Pegida“ kurbeln das „Rollback“ an und blubbern rhetorische Sprechblasen wie „gesellschaftliche Umerziehung“ oder „Untergang des Abendlandes“.

Homo,-bi,- oder transsexuelle Lebensformen dürfen in Kinderheimen, in der Schule oder in der offenen Jugendarbeit kein Tabuthema sein- weder bei KlientInnen, SchülerInnen noch bei MitarbeiterInnen. Hier geht es um die gesunde Identitätsentwicklung und Bewältigung der Entwicklungsaufgaben junger Menschen, die durch Diskriminierung erschwert werden.

„Schwule Sau“, „voll schwul“ und „Schwuchtel“ sind auf den Top Ten der Schimpfwörter deutscher Schulhöfe. Die Suizidrate homosexueller Jugendlichen ist viermal höher als von heterosexuellen.

Daher: Keine heteronormativen Akzente, sondern konsequent praktizierte Gleichberechtigung in der Vermittlung von Werten und Normen einer pluralistischen Gesellschaft. Das gilt auch für kirchliche Tendenzbetriebe, die auf dem Boden des Grundgesetzes den staatlichen Erziehungsauftrag, die Achtung und Wahrung des Kindeswohls delegiert bekommen haben und verpflichtet sind, dies im Rahmen unserer Demokratie umzusetzen.


Viele mögliche Themen bedürfen natürlich Ergänzung:

„Abbau von Homophobie (z.B. im Sport)“, „Schwul ist nicht gleich AIDS und AIDS ist keine Strafe für Homosexuelle oder Schwulenseuche“, „Gleiche Liebe, gleiche Rechte“, „Entschädigung der Opfer des §175“, „Abbau der Diskriminierung hiv positiver Menschen“, „Betreuung von homo, bi, transsexuellen SeniorInnen in der Altenpflege“



Wir sind noch wirklich weit von konsequenter Gleichberechtigung entfernt. Daher sind unsere queeren Gruppen weiterhin von substantieller Bedeutung.

Hier wurden nur einige der vielen queer-politischen Themen und Forderungen angerissen. Es gibt viel mehr zu tun, hier in Duisburg, in Deutschland und weltweit! In vielen Ländern steht Homosexualität unter Todesstrafe.

Die AG wird sich Themen widmen, auf CSDs, dem Weltaidstag, dem internationalen Tag gegen Homophobie und in der Duisburger Kulturreihe „Queer-life“ aktiv mit eigenen Aktionen und Veranstaltungen präsent sein. Sei dabei im Kampf um Gerechtigkeit.

Kontakt: Gerwin Ruske
FB     https://www.facebook.com/gerwin.ruske?fref=ts
Mail   gerwin.ruske@gmx.de



Zur Person:
Ich kenne das Leben im Kinderheim aus zweierlei Blinkwinkel. Ich bin zehn Jahre selbst, vom achten bis achtzehnten Lebensjahr im Kinderheim aufgewachsen, habe später als Pädagoge in der Heimerziehung selbst gearbeitet und studiere berufsbegleitend Kulturwissenschaften. Sowohl als Heimkind als auch später als Heimerzieher sammelte ich Diskriminierungserfahrungen.
Der Umgang mit den Themen Vielfalt, Coming-Out, Abbau von Heteronormativität und Homophobie ist in vielen Einrichtungen der stationären Jugendhilfe (Heimerziehung) eine fachliche Baustelle und defizitär. Seit ich 14 bin engagiere ich mich für die Rechte von queeren Menschen.

Zitat: „Die fast unlösbare Aufgabe besteht darin, weder von der Macht der anderen, noch von der eigen Ohnmacht sich dumm machen zu lassen“. T.W. Adorno