Deckelung der Gehälter städtischer Geschäftsführungen – Schluss mit der Selbstbedienungsmentalität!

Die DVV-Affäre hat es schonungslos offenbart: In Duisburg wird mit Steuergeldern und Gebühren der Bürger:innen großzügig um sich geworfen, während gleichzeitig soziale und ökologische Projekte unter Kürzungen stöhnen. Zwei Top-Manager der DVV sollen Betriebsräten und sich selbst üppige Gehälter bis zu 300.000 Euro genehmigt haben – und das in einer Stadt, in der jede:r fünfte Mensch in Armut lebt.

 

Barbara Laakmann, Fraktionsvorsitzende: „Die DVV-Affäre zeigt, was passiert, wenn man Führungskräfte in städtischen Unternehmen einfach machen lässt. Da werden hinter verschlossenen Türen Gehälter verteilt, die jedes Maß sprengen, während gleichzeitig Kitas, Schwimmbäder und soziale Einrichtungen sparen müssen. Das ist eine Ohrfeige für alle, die jeden Cent zweimal umdrehen müssen. Wir fordern: Kein Geschäftsführer, keine Geschäftsführerin eines städtischen Unternehmens darf mehr verdienen als der Oberbürgermeister. Punkt. Wer Verantwortung für die Stadt trägt, muss auch mit gutem Beispiel vorangehen – und nicht mit der eigenen Bereicherung.“

Julien Gribaa, stellvertretender Fraktionsvorsitzender: „Es kann nicht sein, dass die Leitung der gesamten Stadtverwaltung weniger verdient als die Chefs einzelner städtischer Unternehmen. Das ist nicht nur ungerecht, das ist ein Systemfehler. Wenn Aufsichtsräte sich gegenseitig die Taschen vollmachen, braucht es klare Regeln und Transparenz. Die Kompetenz für Gehälter muss zurück in die Hände der Stadt – und zwar schnell.“

Die Linke will mit dem Antrag nicht nur Missbrauch verhindern, sondern auch ein Zeichen setzen: In Duisburg zählt das Gemeinwohl, nicht die Selbstbedienung weniger. Die Deckelung der Gehälter ist ein erster Schritt, um die schamlose Lohnspreizung in städtischen Unternehmen zu beenden. Wer jeden Tag für die Daseinsvorsorge kämpft – ob in Bussen, Kraftwerken oder Verwaltungen –, verdient Respekt. Und der beginnt mit fairen Löhnen für alle.

Antrag zur Ratssitzung am 24.02.2026

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an Peter Proff (Fraktionsgeschäftsführer) unter der Nummer 0203 / 9 30 86 92 oder per Mail an buero@linksfraktion-duisburg.de