Gesundheit vor Abschiebung – Die Linke fordert Schutz für Duisburger Patient:innen!
Der aktuelle Fall eines suizidgefährdeten jungen Mannes, der trotz laufender psychiatrischer Behandlung in den Irak abgeschoben werden sollte, zeigt: Die Stadt Duisburg muss endlich Verantwortung übernehmen und Abschiebungen aus medizinischen Einrichtungen stoppen. Die Linke Ratsfraktion fordert klare Regeln, um solche menschenunwürdigen Praktiken zu beenden.
Barbara Laakmann, Fraktionsvorsitzende: „Es ist ein Skandal, dass Menschen mitten aus der Behandlung gerissen und in Lebensgefahr gebracht werden. Die Stadt Duisburg darf nicht länger blind handeln, während das Land NRW versagt. Wir brauchen jetzt eine verbindliche Richtlinie, die Abschiebungen aus Kliniken und Arztpraxen verbietet. Jede Abschiebung aus einer medizinischen Einrichtung ist ein Angriff auf das Grundrecht auf Leben und körperliche Unversehrtheit.“
Zozan Gül, Ratsmitglied: „Die Ausländerbehörde darf sich nicht hinter zweifelhaften Gutachten verstecken. Stattdessen müssen die behandelnden Ärzt:innen gehört werden. Wer krank ist, gehört in Behandlung – nicht in ein Flugzeug. Duisburg muss endlich handeln und sich auf Landesebene für eine humane Lösung einsetzen. Wir fordern Transparenz und Kontrolle, damit solche Fälle nicht mehr vorkommen.“
Die Linke Ratsfraktion bringt einen Antrag ein, mit dem die Stadt Duisburg sich verpflichtet, Abschiebungen aus medizinischen Einrichtungen zu unterbinden. Bis das Land NRW handelt, muss die Kommune ihre Spielräume nutzen. Sechs Bundesländer zeigen, dass es geht – Duisburg darf nicht länger warten.
Hintergrund: Am 9. Februar 2026 sollte ein junger Mann, der seit drei Monaten in psychiatrischer Behandlung war, in den Irak abgeschoben werden. Experten wie die Bundesarbeitsgemeinschaft Psychosozialer Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer und das Deutsche Institut für Menschenrechte betonen: Solche Abschiebungen verletzen die Menschenwürde und verschärfen gesundheitliche Risiken. Die Stadt Duisburg hat die Pflicht, dies zu verhindern.
Antrag zur Ratssitzung am 24.02.2026
Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an Katharina Krahé (Fraktionsreferentin) unter der Nummer 0203 / 9 30 86 92 oder per Mail an buero@linksfraktion-duisburg.de
