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Antifaschistisch, Feministisch, Sozialistisch — Duisburgs Aufstellung für die Landtagswahl

Betül Toren

Die Kandidierenden stehen fest! Die Linke Duisburg hat bei der Aufstellungsversammlung vergangenen Sonntag ihre drei Direktkandidierenden für die Landtagswahl 2027 gewählt.

Für den Wahlkreis I, der Duisburg Mitte und Süd umfasst, tritt die 33-jährige Pia Waschko an, Ratsmitglied Fraktion Die Linke Duisburg. Pia kämpft für Feminismus und FLINTA*-Rechte. Als alleinerziehende Mutter kennt sie die gesellschaftliche Verantwortung, die FLINTA* auferlegt wird und die damit einhergehenden Benachteiligung aus eigener Erfahrung. Sie wünscht sich spürbare Erleichterung für Alleinerziehende — etwa auf dem Wohnungsmarkt — und will dafür eine feministische Perspektive in die Wohnungspolitik einbringen. Als Vorsitzende des Gleichstellungsausschusses sagt sie: „Noch immer herrschen viele geschlechterspezifische Ungleichheiten. Wir setzen uns dafür ein, dass für alle die gleichen Chancen herrschen, auch wenn sie unterschiedliche Voraussetzungen mitbringen.“
In ihre politischen Arbeit lässt Pia auch das Wissen aus ihrem Masterstudium einfließen, in dem sie sich mit Theorie und Vergleich politischer Systeme im Wandel beschäftigt.
Ihre Rede beendete sie mit einem Zitat von Audre Lorde: „Wenn ich meine Kraft in den Dienst meiner Vision stelle, wird es zunehmend unwichtiger, ob ich mich fürchte."

Für den Wahlkreis II, der neben Homberg, Baerl und Hochheide auch Walsum beinhaltet, kandidiert die gebürtige Rheinhausenerin Jolin Althoff. Worauf es für sie im Wahlkampf ankommt:
„Ich möchte einen Wahlkampf führen, der zuhört. Einen Wahlkampf, in dem es nicht darum geht, den Menschen zu erklären, was ihre Probleme sind, sondern sie zu fragen. Ich möchte wissen, welche Sorgen die Menschen in Hochheide haben, welche in Rheinhausen, welche in Homberg oder Rumeln-Kaldenhausen. Denn nur wer zuhört, kann Politik machen, die den Menschen wirklich gerecht wird.“
Die 27-jährige ist Teil des Kreisvorstandes der Partei und Mitarbeiterin des Bundestagsabgeordneten Mirze Edis. Als Kind einer Arbeiterfamilie erlebte auch sie in ihrem Alltag deutliche soziale Ungleichheit, weswegen sie sich im Landtag für echte Chancengleichheit, unabhängig vom Elternhaus und Einkommen einsetzen möchte. Auch Feminismus gehört zu ihren Schwerpunkten. Ihr Credo: „Ich kandidiere, weil ich etwas bewegen will.“

Wahlkreis III und damit unter anderem Hamborn, Duissern und Ruhrort, vertritt der 33-jährige Halil Izci, Stahlarbeiter bei ThyssenKrupp in Duisburg und Gewerkschaftsmitglied der IG Metall. Er kämpft für den Erhalt und die Anerkennung seines Arbeitsplatzes und möchte die Wichtigkeit der Stahlindustrie, vor allem für Duisburg zeigen: „Wer unsere Demokratie schützen will, muss die Arbeitsplätze schützen.“
Auch über seine gewerkschaftlichen Tätigkeiten hinaus tritt Halil für die Belange der Duisburger*innen ein. Er ist ehrenamtlich engagiert im Vorstand der Alevitischen Gemeinde Duisburg-Nord und setzt sich für die Rechte der marginalisierten Gruppe ein. Als Betroffener weiß Halil, wie wichtig Antifaschismus und politisches Engagement heutzutage immer noch - oder gerade wieder - sind. Dazu sagt er: „Wir dürfen uns nicht spalten lassen, denn nur gemeinsam können wir die Faschisten bekämpfen.“
Wie es sich im Ruhrpott gehört, beendet er seine Rede mit: „Glück auf!“

Mit unseren Kandidierenden bringen wir nach mehr als 10 Jahren wieder Antifaschismus, Feminismus und Sozialismus in den kommenden Landtag und sind bereit für den anstehenden Wahlkampf.

Aktuelles und Informationen rund um den Wahlkampf und unsere Kandidat*innen finden sich auf www.dielinke-duisburg.de, in unserem Newsletter und auf Instagram (@dielinkeduisburg).

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