Zum Hauptinhalt springen

Anfragen/Anträge in den Bezirksvertretungen

Radvorrangroute für Hamborn

Antrag der Fraktion Die Linke / Die Grünen an die Bezirksvertretung Hamborn am 9.Juni 2026

n Duisburg wird viel über eine Verkehrswende geredet. Bisher folgen diesen Reden nur sehr eingeschränkt auch Taten. So gibt es Stadtweit bisher lediglich drei Fahrradstraßen (im Bezirk Homberg/Ruhrort/Baerl), von denen aber nur eine einen wirklichen Nutzen für Radfahrende bringt.
Jetzt plant die Stadt zur Entlastung der Straßen bei den bereits begonnenen und sich über die mindestens nächsten zehn Jahre hinziehenden Ausbaumaßnahmen der A 59 und die anstehenden Teil- und Vollsperrungen der Autobahn eine alternative Fahrradstrecke zwischen der Innenstadt und den nördlichen Stadtteilen. Eine solche ausgeschilderte Strecke hatte es bei der letzten größeren Sanierung vor gut zehn Jahren schon einmal gegeben und wurde von Leuten, die den Dauerstau auf den Ausweichrouten leid waren, auch gerne angenommen.

Jetzt werden seitens der Stadt sogar zwei Umfahrungen (östlich über die Aakerfährbrücke und westlich über Ruhrort) angedacht. Im Bezirk Hamborn soll nach heutigem Planungsstand die östliche vom Landschaftspark über die Emscher-, Ranenberg-, Bahn-, Harnack- und Rathausstraße führen. Diese Wegführung scheint auch uns attraktiver für den Radverkehr zu sein als durchgehend die Emscherstraße und den Altmarkt zu nutzen, da hier Tempo 50 gefahren wird, es keine Fahrrad-Infrastruktur gibt und eine Passage des Altmarktes zu Marktzeiten nur erschwert möglich ist. Weiter soll diese Route über die August-Thyssen Straße, Schwaben-, Ziegelhorst- und Mattlerstraße geführt werden.
 

Die Bezirksvertretung Hamborn möge beschließen, dass die Verwaltung diese Route zu einer guten und attraktiven Radvorrangroute gestaltet. Dazu gibt es unterschiedliche Möglichkeiten wie eine Fahrradstraße, normgerechte Radwege und Radfahrstreifen, Vorfahrtregelungen oder modale Filter. Die Auswahl der besten Methode möchten wir der Fachverwaltung überlassen.

Begründung

Mit einer attraktiven und sicheren Radroute können Menschen auf das Fahrrad gelockt werden, was die Situation auf den Straßen etwas entspannen würde. Auch die neue Kooperation im Rat schreibt in ihrer Vereinbarung: „Straßen, Brücken, Radwege und Fußwege müssen stetig modernisiert werden. … der Ausbau von Radwegen ist ebenso 
voranzutreiben wie die Umsetzung von Fahrradautobahnen“. Diese Verbindung wird zwar keine „Fahrradautobahn“, kann aber ein deutliches Zeichen setzen.

Zurück zum Kopf der Seite