Anfragen/Anträge in den Ratsgremien
Fuß- und Radverkehr bei der Sanierung der Bassinbrücke
Antrag der Fraktion Die Linke und der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zur Sitzung des Rates der Stadt am 24.02.2026
DS 25-1445 „Denkmalgerechte Sanierung und Instandsetzung der Bassinbrücke im Zuge der Dammstraße in Ruhrort“
1. Prüfung der Vollsperrung und Einrichtung provisorischer Nutzbarkeit für Fuß- und Radverkehr
Wir bitten die Verwaltung um Prüfung der in der DS 25-1445 vorgesehenen Dauer der Vollsperrung der Brücke über geplante 24 Monate und stattdessen Schaffung einer provisorischen Nutzbarkeit des Übergangs für Fußgänger:innen und Radfahrende über einen möglichst großen Zeitraum der Sanierungsarbeiten.
2. Sichere Umleitung bei unvermeidbarer Vollsperrung
Für die Zeiten einer dennoch unbedingt erforderliche Vollsperrung der Brücke ist für den Rad- und Fußverkehr eine sichere Umleitung einzurichten und zuverlässig auszuschildern.
Begründung:
Wir begrüßen die geplante denkmalgerechte Sanierung. Allerdings bitten wir um eine Prüfung, ob die Brücke für den Rad- und Fußverkehr wirklich über die gesamte Sanierungsdauer erforderlich ist. Diese Brücke ist für Fußgänger:innen und Radfahrende eine wichtige Verbindung zwischen Ruhrort und Laar. Die Alternative über Homberger Straße, Friedrichsplatz und Friedeich-Ebert- und Deichstraße ist nicht nur ein weiter Umweg (1,5 km statt 730 Meter), sondern mit dem hochbelasteten Verkehrsknoten Friedrichsplatz und dem Abzweig in die Dammstraße obendrein sehr gefährlich. Vor allem in Fahrtrichtung Norden wird es eine Herausforderung, hier eine sichere Radwegführung einzurichten.
Für den Radverkehr ist die Verbindung auch von regionaler und sogar internationaler Bedeutung. Über diese Brücke führen viele wichtige Radrouten:
- Eurovelo 15 (Rheinradweg)
- D-Netz Route 7 (Pilgerroute)
- D-Netz Route 8 (Rheinroute)
- Deutsche Fußballroute
- NiederRheinroute
- Erlebnisweg Rheinschiene
- Route der Industriekultur
Sie ist aber auch für Alltagsradler:innen wichtig, da auch das beschilderte Radverkehrsnetz NRW und das Knotenpunktnetz über diese Brücke führen.
Bereits in der BV Homberg/Ruhrort/Baerl wurde beantragt, die Sperrzeit von zwei Jahren für Rad- und Fußverkehr zu begrenzen. Daher sollte die Verwaltung prüfen, ob auf eine Vollsperrung so lange wie möglich verzichtet und stattdessen wechselseitig eine Passage ermöglicht werden kann. Zwei Jahre sind eine lange Zeit, und wir mussten in der Vergangenheit die Erfahrung machen, dass Sanierungen in unserer Stadt oft deutlich länger dauern als geplant. Aktuell zeigt sich dies am Beispiel des Einbaus eines Aufzugs am U-Bahnhof Steinsche Gasse.
