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Anfragen/Anträge in den Ratsgremien

Versorgungslage bei Schwangerschaftsabbrüchen und Schwangerschaftskonfliktberatungen in Duisburg

Anfrage der Fraktion Die Linke an den Rat der Stadt Duisburg am 28.09.2026

Am 28. September wird international der Safe Abortion Day begangen. Anlässlich dieses Tages bittet die Fraktion die Linke die Verwaltung um Auskunft zur aktuellen Versorgungslage in Duisburg, um eine belastbare Grundlage für die weitere politische Befassung mit dem Thema zu schaffen – auch im Zusammenhang mit dem Antrag zur Einrichtung eines "Runden Tisches reproduktive Gesundheit undSelbstbestimmung" (DS 26-1316).

Wir bitten um Beantwortung folgender Fragen:

  1. Wie viele Ärzt:innen und Einrichtungen in Duisburg führen derzeit Schwangerschaftsabbrüche durch, und wie hat sich diese Zahl in den letzten fünf Jahren entwickelt?
  2. Gibt es unter den Duisburger Krankenhäusern mit gynäkologischer Abteilung Häuser, die Schwangerschaftsabbrüche grundsätzlich nicht durchführen (z. B. aufgrund konfessioneller Trägerschaft)? Falls ja: Welche Auswirkungen hat dies nach Einschätzung der Verwaltung auf die Versorgungssicherheit in der Stadt?
  3. Wie ist die Auslastung der städtisch (mit-)geförderten Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen in Duisburg? Gibt es Wartezeiten, und wenn ja, in welchem zeitlichen Rahmen bewegen sich diese?
  4. Sieht die Verwaltung Stadtteile oder Bevölkerungsgruppen in Duisburg, die als unterversorgt gelten müssen, etwa aufgrund langer Wege zu Beratungsstellen oder durchführenden Einrichtungen? Welche Rolle könnten aus Sicht der Verwaltung ergänzende telemedizinische Beratungsangebote spielen?
  5. Sind der Verwaltung Vorfälle bekannt, bei denen Personen vor Duisburger Beratungsstellen gezielt bedrängt, eingeschüchtert oder an deren Aufsuchen gehindert wurden ("Gehsteigbelästigung")? Wie setzt das Ordnungsamt die entsprechende bundesgesetzliche Regelung in der Praxis um, und gibt es hierzu bereits interne Handlungsanweisungen?
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