Inhaltliche Beschlüsse
der letzten Kreisparteitage von Die Linke Duisburg
Richtlinie bezüglich der zur Verfügung gestellten Speisen auf Veranstaltungen von Die Linke Duisburg
Auf Veranstaltungen von „Die Linke Duisburg“ und der künftigen Ratsfraktion der Partei „Die Linke“ sollen ausschließlich vegane Speiseoptionen zur Verfügung gestellt werden in allen Fällen, wo Speisen angeboten werden. Dazu werden Speisen in Berücksichtigung von Allergien und Unverträglichkeiten, z.B. Zöliakie angeboten.
Begründung des Antragsstellers Tobias Daniel:
Da es innerhalb unseres Kreisverbandes Vegetarier*innen und Veganer*innen gibt, die sich aufgrund der schrecklichen Bedingungen innerhalb der Schlachtbetriebe gegen den Konsum von Fleisch entschieden haben, sollte mit deren Mitgliederbeiträgen dieser Industriezweig nicht unterstützt werden. Außerdem, im Landeswahlprogramm von 2022 der Partei „Die Linke“ wird eine Abschaffung der Massentierhaltung gefordert. Dieses Ziel ist nicht nur auf der Landesebene durch unseren Landesverband zu verfolgen, jeder einzelne Kreisverband hat ebenfalls einen Beitrag zu dieser Zielsetzung zu leisten, zum Schutz von Natur, Umwelt und Klima.
Es sollte auch nicht vernachlässigt werden, dass die Fleischproduktion ein treibender Faktor für die Erwärmung unseres Planeten ist. Das Treibhausgas Methan wird primär bei der Tierhaltung ausgestoßen, dessen Folgewirkung 4-mal schädlicher für unser Klima ist als Kohlenstoffdioxid. Um diesen Ausstoß zu reduzieren und damit den kommenden Generationen ein gutes Leben auf diesem Planeten zu ermöglichen, wäre eine ausschließlich Vegane Verpflegung auf Kreisveranstaltungen äußerst sinnig. Dazu: mit der Umsetzung dieser Richtlinie fängt unser Kreisverband an, sich aktiv am Umweltschutz zu beteiligen, ein essenzieller Schritt für eine Klimaneutrale Bundesrepublik bis 2040.
Ein besonderer Fokus für eine inklusive Verpflegung hat ebenfalls auf den Allergien der Mitglieder*innen des Kreisverbands zu liegen. Zöliakie, eine Autoimmunerkrankung, welche die Zunahme von Gluten lebensgefährlich gestalten kann, wird in den letzten Jahren immer häufiger auf der Welt diagnostiziert. Allein 1/8 Gramm Gluten kann starkes körperliches Leid mit sich ziehen. Innerhalb der Bundesrepublik gibt es jedoch trotz dieses Sachverhalts kaum Möglichkeiten in Lokalen eine Glutenfreie Speisealternative zu erhalten. Daher wäre es im Sinne der Inklusion auch sinnig, auf solche Sachverhalte zu achten und Abfragen zu halten, damit alle unsere Mitglieder*innen bei der Verpflegung auf Veranstaltungen berücksichtigt werden können.
