Finger weg vom Rotstift am Sozialstaat!

Dominik Achternbosch

Heute jährt sich der internationale Kindertag wieder. Ebenso wie der Weltkindertag, der am am 20. September begangen wird, soll dieser Tag insbesondere auf die Kinderrechte, die in der UN- Kinderrechtskonvention festgehalten sind, aufmerksam machen. In Deutschland ist die Kinderrechtskonvention erst seit 1992 bzw. vorbehaltlos seit 2010 ratifiziert. Nicht nur die späte Ratifizierung, sondern auch die mangelnde praktische Umsetzung zeigt tagtäglich, wie unwichtig die Kinderrechte allen deutschen Bundesregierungen bisher waren.

Bis heute sind Kinderrechte (im Gegensatz zu den Rechten von Eltern) nicht im Grundgesetz verankert. In der Rechtsprechung und der Praxis führt dies regelmäßig dazu, dass die Belange und Wünsche der Eltern über die der Kinder gestellt werden. 

Zu allem Überfluss denkt die Bundesregierung zudem aktuell darüber nach, Gelder in der Kinder- und Jugendhilfe einzusparen. Hinter diesem Rotstift sehen wir als Linke Duisburg eine ernsthafte
Gefahr — denn wer am Unterstützungssystem für Kinder sägt, verbaut ihnen und der Gesellschaft die Zukunft

Unsere Forderungen sind klar:

  • Kinderrechte gehören ins Grundgesetz.
  • Ausweitung des Leistungsangebots der Kinder- und Jugendhilfe bei entsprechender Honorierung — Finger weg vom Rotstift am Sozialstaat!

Sowohl in den Bezirken als auch im Stadtrat werden wir dafür kämpfen, dass auch in Duisburg Kinder und Jugendliche als unsere Zukunft, statt als Kostenfaktor behandelt werden. In den kommenden Haushaltsverhandlungen werden wir uns dafür einsetzen, dass aktiv Geld in die Kinder- und Jugendhilfe investiert wird. Nur so hat jedes Kind und jede*r Jugendliche die Möglichkeit, sich als Mensch entfalten zu können.


VisdP: Dominik Achternbosch, Sozialarbeiter, Mitglied der Bezirksvertretung Süd und Kinder- und Jugendkümmerer im Bezirk
Süd