Freiheit, das Unmögliche zu wollen
Karl Liebknechts „Das Unmögliche zu wollen, ist die Voraussetzung dafür, das Mögliche zu schaffen,“ ist und bleibt Leitsatz einer kämpferischen politischen Haltung, durch die historisch zuvor undenkbare Veränderungen verwirklicht werden konnten.
Zum 1. Mai, dem Internationalen Kampftag der Arbeiterklasse, zelebrieren wir auch dieses Jahr die Errungenschaften der Arbeiterbewegung und Gewerkschaften seit dem späten 19. Jahrhundert. Gern würden wir den Anlass nutzen, um innezuhalten – doch dafür bleibt 2026 so wenig Gelegenheit, wie lang nicht mehr. Denn statt die Belange der Bürger*innen in einer Welt stetig steigender Lebenserhaltungskosten nachhaltig zu verbessern, sägt die aktuelle Bundesregierung am Fundament der Arbeitsrechte. Ihr handeln zwingt dazu, laut zu werden – jedoch oft nicht länger für zukunftsweisende Veränderungen, sondern für die Beibehaltung eines hart erkämpften Status Quo.
Als Kreisverband der Partei Die Linke haben wir uns entschieden, nicht von Liebknechts Grundsätzen abweichen. Wir nehmen uns die Freiheit, auch weiterhin das scheinbar Unmögliche zu fordern. Seite an Seite mit allen Beschäftigten setzen wir uns nicht nur für den Erhalt des 8-Stunden Tages und des Anspruchs auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall ein, sondern fordern weiterhin, was längst Normalität sein sollte. Löhne, die zum Leben (statt nur zum Überleben) reichen, umfangreiche finanzielle Absicherung im Alter und in Krankheitsfällen sowie verpflichtende Teilhabe der Mitarbeiter*innen an innerbetrieblichen Entscheidungen sollen hier nur drei von vielen Beispielen sein, für die wir in Zukunft gemeinschaftlich einstehen.
Zum 01. Mai freuen wir uns auf den Austausch auf dem Familienfest und laden an unserem Stand zum Verweilen, zum Quatschen und – für die Jüngeren – zum Kinderschminken und Fußball spielen ein.

