Stillstand, Niedriglöhne und kommunaler Kahlschlag gehen weiter
Die aktuellen Arbeitsmarktzahlen der Bundesagentur für Arbeit sind dramatisch, erklärt der Kreissprecher Sebastian Holt, Die Linke Duisburg.
“Diese Zahlen zeigen deutlich: Von einer echten Trendwende am Arbeitsmarkt kann keine Rede sein. NRW weit sind über 767.000 Menschen arbeitslos, die Quote liegt bei 7,6 Prozent – und auch in Duisburg verharrt die Arbeitslosigkeit auf einem viel zu hohen Niveau. Für unsere Stadt bedeutet diese angebliche ‚Stabilisierung‘ nichts anderes als Stillstand und Perspektivlosigkeit für tausende Menschen.”
Besonders hart trifft es Duisburg als ehemalige Industriestadt mit hohem Anteil an Menschen ohne Berufsabschluss. „Fast 428.000 Arbeitslose konkurrieren landesweit um nur rund 24.000 Helferstellen. Diese Zahlen spiegeln sich auch hier vor Ort wider: Wer keinen Abschluss hat, wer krank war oder aus prekären Verhältnissen kommt, wird systematisch aussortiert. Das ist kein individuelles Versagen, sondern das Ergebnis eines ungerechten Wirtschaftssystems – und einer Bundesregierung, die wegschaut.“
Auch der vielbeschworene Beschäftigungsrekord entpuppt sich als Mogelpackung. „In Duisburg entstehen vor allem schlecht bezahlte Jobs in Leiharbeit, Befristung oder unfreiwilliger Teilzeit. Viele Menschen arbeiten hart und können trotzdem kaum ihre Miete zahlen oder für das Alter vorsorgen. Das ist die direkte Folge einer Politik, die Profite schützt, während sie Beschäftigte unter Druck setzt.“
Gleichzeitig lässt die Bundesregierung Städte wie Duisburg finanziell ausbluten. „Unsere Stadt braucht dringend Investitionen – in Schulen, Kitas, Krankenhäuser, Pflege, sozialen Wohnungsbau, den ÖPNV und den kommunalen Klimaschutz. Genau hier könnten tausende sichere, tariflich bezahlte Arbeitsplätze entstehen. Doch statt Kommunen zu entlasten, blockiert Friedrich Merz notwendige Investitionen und hält an einer Sparpolitik fest, die unsere Stadt weiter schwächt.“
Für Die Linke Duisburg ist klar: Es braucht einen grundlegenden Kurswechsel. „Wir stehen für eine sozialistische Alternative zur jetzigen Politik: Arbeit und Reichtum müssen gerecht verteilt werden. Wir brauchen einen armutsfesten Mindestlohn, eine deutliche Stärkung der Tarifbindung, massive öffentliche Investitionen und starke kommunale Unternehmen in öffentlicher Hand. Schlüsselindustrien, Energie, Wohnen und Mobilität dürfen nicht länger Profiten untergeordnet sein, sondern müssen dem Gemeinwohl dienen.“
Abschließend erklärt Holt: „Arbeit muss zum Leben reichen – auch in Duisburg. Während Friedrich Merz Politik für Konzerne macht und Sören Links Wahlkampfversprechen für soziale Verbesserungen in unserer Stadt unerfüllt geblieben sind, steht Die Linke konsequent an der Seite der Beschäftigten, Erwerbslosen und aller Menschen, die von diesem System im Stich gelassen werden.“
