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Pressemitteilung 4.4.2019: Zweifelhafte Räumung in Marxloh

LINKE kritisiert unverhältnismäßiges Vorgehen in Objekt in Marxloh

 

„Wir arbeiten seit Längerem mit den Bewohner*innen zusammen. Sie haben sich um ihr Haus gekümmert. Nicht nur das macht uns stutzig, sondern auch das harte Vorgehen bei der Räumung“, meint Julien Gribaa, stv. Sprecher DIE LINKE. Duisburg, der sich vor Ort ein Bild der Lage machte „Vor diesem Hintergrund kritisieren wir die Räumung. Sie ist uns unverständlich. Für die Betroffenen ist dies eine dramatische Situation, insbesondere weil sie auf dem Wohnungsmarkt sowieso extrem benachteiligt sind. Das schreibt die Stadt selbst in ihrem Wohnbericht. Wir verlangen umfängliche Aufklärung der Vorkommnisse. Anderthalb Monate nach dem Husemannstraßen Drama, setzt die Stadt schon wieder Menschen unter dubiosen Umständen auf die Straße. Hat die Stadtspitze überhaupt nichts mehr übrig für die einfachen Menschen in dieser Stadt?“

„Wir verlangen von der Stadt, den Betroffenen anständigen, günstigen Wohnraum anzubieten. Nur so können wir das menschenverachtende Modell der Miethaie mit der Not der Menschen Kasse zu machen, unterbinden“, ergänzt Lukas Hirtz, Sprecher DIE LINKE. Duisburg „Jeglichem Mietwucher muss in Duisburg ein Riegel vorgeschoben werden. Wir stellen aber auch immer wieder fest, dass Menschen mit Migrationshintergrund es erheblich schwerer auf dem Wohnungsmarkt haben. Deswegen ist insbesondere die Stadt gefragt ihnen guten, günstigen Wohnraum anzubieten. So kommen sie auch aus den Fängen der Wuchererstrukturen. So würde sich auch die soziale Situation in den Quartieren deutlich entspannen.“

„Eine betroffene Familie mit Kleinkindern und einem behinderten Kind stand längere Zeit vor verschlossenen Türen der Notunterkunft in der Usedomstraße“ berichtet Detlef Feldmann, LINKEr Bezirksvertreter in Meiderich und aktiv in der Nachbarschaftsinitiative Marxloh „Ein Beamter der Wohnberatung der Stadt konnte wenig Hoffnung auf eine Vermittlung in eine "normale" Wohnung machen: Im Mietkostensegment, das Hartz IV-fähig ist, ist kaum etwas erhältlich. Und die Einwohner bekommen z.T. noch nicht einmal Hartz 4-Leistungen. Das was Stadt und Vermieter diesen Menschen antun, wünsche ich niemandem. Deshalb ist es wichtig, dass möglichst viele an den Mietprotesten am Samstag in Ruhrort teilnehmen.“

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